„Wer ist fremder, ihr oder ich?“ Die Aktualität von Ilse Aichingers Sprachskepsis (1921 – 2016)
Ilse Aichinger wuchs als Tochter der jüdischen Ärztin Berta Aichinger in Linz und Wien auf. Zum Schutz vor Verfolgung ließ die Mutter sie und ihre Zwillingsschwester katholisch taufen. Die Verwandten ihrer Mutter wurden von den Nazi-Deutschen ermordet. Sie überlebte mit ihrer Mutter in Wien, ihre Schwester in England. Als Schriftstellerin bekannt wurde sie 1948 mit dem Roman „Die größere Hoffnung“, der ihren Ruf als eine der großen Autorinnen der literarischen Moderne begründete.
Sprachskepsis ist das Signum ihrer Literatur: „Gegen die sehr häufige Meinung des ‚So ist es eben‘, die, was sie vorfindet, fraglos akzeptiert. Die Welt verlangt danach, gekontert zu werden.“
Texte werden zur Verfügung gestellt, gemeinsam gelesen und dialogisch interpretiert.
Eine gemeinsame Veranstaltung des Jüdischen Lehrhauses Wiesbaden und der Vhs Wiesbaden.
| Kursnummer | H20136 |
| Beginn | Mo., 12.10.2026, um 18:00 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort |
VIL-24 Biebricher Allee 42, 65187 Wiesbaden |
| Kursleitung |
Hartmut Boger
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| Entgelt | 15,00 € |
Kurstermine 1
| – | Datum | Ort |
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| 1 | Montag • 12.10.2026 • 18:00 - 20:00 Uhr | VIL-24 |